Über uns

Die Aufgabe der Arbeitsgemeinschaft Karlsruher Stadtbild war von Anfang an eine kritische. Fiel doch die Gründung der Arbeitsgemeinschaft in die Zeit, in der eine Ausstellung in der Orangerie mit dem Titel „Die stille Zerstörung“ den Bürgerinnen und Bürgern vor Augen führte, was in Karlsruhe an Architekturdenkmalen unwiederbringlich zerstört worden ist.

Eine Stadt ist nach der Überzeugung der Arbeitsgemeinschaft mehr als eine Ansammlung von Häusern, architektonischen Ensembles, Straßen, Plätzen, eine Stadt ist, wenn sie Charakter hat, eine Lebensform. Die Stadt ist in erster Linie Lebensraum der in ihr lebenden Bürgerinnen und Bürger. Sie ist Heimat, für die Menschen, die in ihr wohnen.

Eine so verstandene Stadt macht nicht alles mit, macht nicht jeden Trend mit. Vor allem aber behält sie sich die „Planungssouveränität“ vor.

Planungssouveränität wird hier verstanden als Souveränität städtebaulicher Planung wie Souveränität in der lebensweltlichen Gestaltung der Stadt.

Die Arbeitsgemeinschaft Karlsruher Stadtbild sieht im nachdrücklichen Eintreten für diese doppelte Souveränität eine ihrer vordringlichen Aufgaben.

Eine Stadt wie Karlsruhe hat auf Grund ihrer Geschichte eine städtebauliche und lebensweltliche Identität zu vertreten und zu wahren. Die Handelnden im kommunalen Tagesgeschäft immer wieder daran zu erinnern, ist seit 1974 Aufgabe der Arbeitsgemeinschaft Karlsruher Stadtbild.

(Heinrich Hauß)